Der Jahresabschluss soll die Bürgerinnen und Bürger, die politischen Gremien und die Verwaltung über die finanzielle und wirtschaftliche Lage der Gemeinde Baienfurt informieren.
Anhand des Jahresabschlusses wird nachgewiesen, dass die Haushaltswirtschaft im Haushaltsjahr nach den Vorgaben des Gemeinderates in der Haushaltssatzung sowie auf der Grundlage der im Haushaltsplan enthaltenen Ermächtigungen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften ausgeführt worden ist. Den Adressaten der kommunalen Haushaltswirtschaft wird mit dem Jahresabschluss ermöglicht, sich ein Bild über die Ergebnisse des abgelaufenen Haushaltsjahres zu machen. Die dabei geschaffene Transparenz über das haushaltswirtschaftliche Handeln der Gemeinde bestimmt die Wirksamkeit der Kontrolle durch den Rat, die dieser im Rahmen der Feststellung des kommunalen Jahresabschlusses ausübt.
Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 24.02.2026 den Jahresabschluss 2021 für den Gemeindehaushalt sowie für den Eigenbetrieb Wasserversorgung einstimmig festgestellt. Es ist damit der dritte doppische Jahresabschluss seit der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen.
Das ordentliche Ergebnis schließt mit einem Überschuss in Höhe von 3.343.766,07 € und das Sonderergebnis mit einem Überschuss in Höhe von 2.243.288,60 € ab. Das Gesamtergebnis beträgt 5.587.054,67 €. Im Vergleich zum Haushaltsplan (-1.067.309 €) verbessert sich das Gesamtergebnis somit um 6.654.363,67 €.
In der Finanzrechnung übersteigen die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit die Auszahlungen um 4.814.515,99 € und verbessern sich im Vergleich zum Haushaltsplan (-1.667.009 €) um 6.481.524,99 €. Durch die investiven Ein- und Auszahlungen (-605.917,45 €) sowie die haushaltsunwirksamen Ein- und Auszahlungen verändert sich der Zahlungsmittelbestand am Ende des Haushaltsjahres um + 4.212.663,60 €. Der Endbestand an Zahlungsmitteln beträgt somit 8.774.990,66 € (Anfangsstand: 4.562.327,06 €).
Die Bilanzsumme zum 31.12.2021 beträgt 76.653.509,94 € und erhöht sich im Vergleich zum Jahresabschluss 2020 (70.521.730,33 €) um 6,1 Mio. €.
Die Überschüsse der Ergebnisrechnung werden in die Rücklagen aus Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses sowie des Sonderergebnisses eingestellt. Der Stand der Ergebnisrücklagen zum 31.12.2021 beträgt 8.368.109,31 €.
Die Darlehen konnten im Jahr 2019 komplett getilgt werden. Im Jahr 2021 mussten keine neuen Darlehen aufgenommen werden. Der Schuldenstand zum 31.12.2021 beträgt somit weiterhin 0,00 €.
Das ordentliche Ergebnis sowie das Gesamtergebnis schließen mit einem Überschuss in Höhe von 64.403,16 € ab. Im Vergleich zum Haushaltsplan (- 109.320 €) verbessert sich das Gesamtergebnis somit um 173.723,16 €.
Bei den liquiden Mitteln übersteigen die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit die Auszahlungen um 131.461,85 €. Gegenüber dem Haushaltsplan (-21.420 €) bedeutet dies auch hier eine Verbesserung in Höhe von 152.881,85 €. Im investiven Bereich fallen die Einzahlungen aus Investitionstätigkeit um 48.383,60 € höher aus als geplant. Dagegen lagen die Auszahlungen aus Investitionstätigkeit um 39.203,29 € über dem Planansatz, da die Auszahlungen für die beiden Maßnahmen in der Römerstraße und im Baugebiet Altdorfer Ösch höher ausgefallen sind als geplant. In der Summe ergibt sich bei den Zahlungen aus Investitionstätigkeit somit eine Verbesserung von 9.180,31 € und ein Zahlungsmittelbedarf von 246.284,69 €. Um den Zahlungsmittelbedarf auszugleichen wurde im Jahr 2021 ein Kredit in Höhe 460.000 € aufgenommen. Mit den Tilgungszahlungen für Kredite sowie den haushaltsunwirksamen Ein- und Auszahlungen erhöht sich der Zahlungsmittelbestand am Ende des Haushaltsjahres um 365.242,34 €. Der Endbestand an Zahlungsmitteln beträgt somit 160.500,30 € (Anfangsstand: -204.742,04 €).
Die Bilanzsumme zum 31.12.2021 beträgt 3.628.042,12 €.
Der Überschuss aus der Ergebnisrechnung (64.403,16 €) wird in die Rücklagen aus Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses eingestellt. Der Stand der Rücklagen aus Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses erhöht sich somit von 42.771,45 € auf 107.174,61 €.
Zur Sicherung der Liquidität wurde ein Kredit in Höhe von 460.000 € aufgenommen. Damit wurde die eingeplante Kreditermächtigung in Höhe von 270.000 € um 190.000 € überschritten und die Kreditermächtigung des Jahres 2020, die bis zur Haushaltssatzung des Jahres 2022 weitergilt, in Anspruch genommen. Die bestehenden Kredite konnten planmäßig getilgt werden. Der Schuldenstand zum 31.12.2021 erhöht sich um 398.424 € und beträgt zum Jahresende 1.349.403,75 €. Dies entspricht bei einer Einwohnerzahl von 7.251 Einwohnern (zum 31.12.2021) einer pro Kopf Verschuldung von 186 €. Der Landesdurchschnitt der Schulden der Eigenbetriebe in Gemeinden zwischen 5.000 bis 10.000 Einwohnern lag zum 31.12.2021 bei 590 € pro Einwohner.
Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 08.07.2025 den Jahresabschluss 2020 für den Gemeindehaushalt sowie für den Eigenbetrieb Wasserversorgung einstimmig festgestellt. Es ist damit der zweite doppische Jahresabschluss seit der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen.
Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 16.07.2024 den Jahresabschluss 2019 für den Gemeindehaushalt sowie für den Eigenbetrieb Wasserversorgung einstimmig festgestellt. Es ist damit der erste doppische Jahresabschluss seit der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen.
Zum 01.01.2019 erfolgte der Umstieg der Gemeinde Baienfurt auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen. Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 24.05.2022 die Eröffnungsbilanz der Gemeinde Baienfurt zum 01.01.2019 festgestellt. Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) hat die Eröffnungsbilanz anschließend eingehend geprüft und mit Prüfungsbericht vom 23.02.2023 dokumentiert.