Roth, Florian
Koordinator für eine klimaneutrale Kommunalverwaltung
Bauverwaltung
Die Gemeinde Baienfurt hat freiwillig einen kommunalen Wärmeplan erstellt und hierzu im Herbst 2023 einen entsprechenden Förderantrag beim Bund gestellt, der zum 1. Juni 2024 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bewilligt wurde. Das Vorhaben der Erstellung eines kommunalen Wärmeplans in der Gemeinde Baienfurt konnte zusammen mit dem Projektpartner, der Tilia GmbH aus Leipzig, zwischenzeitlich abgeschlossen werden.
Bei Rückfragen zur Wärmeplanung in Baienfurt wenden Sie sich gerne mit ihrem Anliegen per Mail an: waermeplanung(at)baienfurt.de
Seit 1. Januar 2024 gilt das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze, welches am 17. November 2023 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Nach diesem Gesetz sind Kommunen unter 100.000 Einwohner verpflichtet, bis Mitte 2028 einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen. Auch wenn der Wärmeplan der Gemeinde Baienfurt auf freiwilliger Basis erstellt wird, so werden die Anforderungen dieses Gesetzes trotzdem vollends berücksichtigt, sodass der fertiggestellte Wärmeplan den Anforderungen des Gesetzes und des Fördergebers vollumfänglich entspricht.
Mit dem am 08.07.2025 erfolgten Beschluss des Abschlussberichts zur kommunalen Wärmeplanung in Baienfurt durch den Gemeinderat, ist der Prozess der Wärmeplanung nun beendet.
Abschlussbericht zur Wärmeplanung (PDF)
Noch ein wichtiger Hinweis: Im Wärmeplan wird zwar dargestellt, welche Gebiete für die Versorgung über ein Wärmenetz geeignet sein könnten, aber dieser stellt eben auch nur eine erste Grobanalyse dar. Um präzisere Aussagen treffen zu können, ob und wo gegebenenfalls Wärmenetze entstehen könnten, sind deutlich mehr in die Tiefe gehende und detailliere Machbarkeitsstudien der Wärmenetzeignungsgebiete nötig.
Die Zwischenergebnisse der Bestands-, Potenzial- und Szenarioanalyse sowie die Umsetzungsstrategie der kommunalen Wärmeplanung in der Gemeinde Baienfurt inkl. Maßnahmenkatalog sind seit 15. Mai 2025 hier einsehbar:
Ergebnisse Bestandsanalyse (PDF)
Ergebnisse Potenzialanalyse (PDF)
Ergebnisse Szenarioanalyse (PDF)
Umsetzungsstrategie (PDF)
Am 30. April wurde im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung umfassend über die Fortschritte und Ergebnisse aus der Wärmeplanung informiert.
Die Präsentationen der Tilia GmbH zur Wärmeplanung in Baienfurt sowie der Energieagentur Oberschwaben zu Rahmenbedingungen der Wärmeplanung und Fördermöglichkeiten im Energiebereich sind hier einsehbar:
kWp in Baienfurt Tilia (PDF)
Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten EA (PDF)
Ziel der Erstellung des Wärmeplans für die Gemeinde Baienfurt ist die Schaffung der nötigen Grundlagen zur Erreichung einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung der Gemeinde bis zum Jahr 2040 auf Basis erneuerbarer Energien und unter Nutzung ohnehin vorhandener Abwärme. Da dieses Vorhaben nicht auf der Ebene von Einzelgebäuden bewältigt, sondern nur im Verbund gelöst werden kann, soll mit dem Wärmeplan bei der Konzeption, Planung und etappenweisen Umsetzung aller dafür notwendigen Infrastrukturen Klarheit und Kohärenz geschaffen werden.
Speziell im Hinblick auf den Klimaschutz aber auch aus Gründen einer verringerten Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland, ist eine nachhaltige Wärmeversorgung in Baienfurt anzustreben. Da aus dieser Theorie auch Praxis werden soll, ist der Gemeinde Baienfurt besonders wichtig, dass alle im Rahmen der Wärmeplanung erarbeiteten Maßnahmenideen auch technisch und wirtschaftlich realisierbar sind. Wichtig ist zudem über eine entsprechende Öffentlichkeitsbeteiligung eine breite Akzeptanz für dieses Thema zu schaffen, da eine Wärmewende nur gemeinsam gelingen kann.
Projekt: Erstellung eines freiwilligen kommunalen Wärmeplans für die Gemeinde Baienfurt - Förderkennzeichen: 67K27938
Laufzeit: 01.06.2024 bis 31.07.2025
beteiligtes Fachbüro:

Tilia Gmbh
Inselstraße 31
04103 Leipzig
Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative:
„Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum am Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Kilmaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.“

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